Schulgeschichte

Schulgeschichte Sindlbachs

Bereits 1592 wurde in Sindlbach eine Schule erwähnt. Der Schulmeister Judas Thaddäus Prentlein erhielt vom aufgehobenen Kloster Gnadenberg die Besoldung.

1688 erfahren wir aus einem Visitationsbericht: „In Sindlbach ist ein Schulhaus vorhanden, das die Kirche unterhält.”

Aus verschiedenen Visitationsberichten erfahren wir, dass der „regelmäßige” Schulbesuch damals „sehr mäßig” war. Das Leben der Schulmeister unter der Aufsicht der Pfarrer muss schwer gewesen sein.

In den Jahren 1803 bis 1806 etablierte sich in Bayern die staatliche Schulaufsicht, so dass die Lehrer von den staatlichen Schulbehörden eingesetzt wurden.

41 Jahre lang, von 1882 bis 1923 wurde die Sindlbacher Schule von Joseph Tretter geleitet. In seine Zeit fiel der Bau des ortsprägenden Westgebäudes.

Auch der nächste Schulleiter blieb lange tätig, nämlich von 1923 bis 1945. Es war Joseph Flurl, der die Schule während der schweren Zeit des Nationalsozialismus leitete.

Im März 1946 übernahm Anna Heller die Schulleitung. Schon ein Jahr später wurde die Schulleitung an Felix Völkel übertragen. Die Schülerzahl stieg auf über 150, darunter waren viele Flüchtlingskinder.

Die Schülerzahl fiel in den kommenden Jahren wieder langsam ab und bewegte sich um die 100 Schüler. In der Regel unterrichten nun drei Lehrkräfte an der Sindlbacher Schule in drei Klassen: I. Klasse(1./2.), II. Klasse (3./4.) und III. Klasse (5.-8.Klasse).

Von September 1956 bis August 1977 leitete Anton Seitz die Schule. Wegen der beengten Situation wurde anfangs des 60er Jahre wiederholt der Antrag auf einen Schulhausneubau gestellt. Im September 1965 konnte das neue Lehrerwohnhaus (Ostgebäude) bezogen werden. Die Schule konnte nun auch räumlich dreiklassig geführt werden. Bereits in den 70er Jahren begann die Auseinandersetzung um den Erhalt der Sindlbacher Schule.

Im September1978 wurde Werner Dornheim mit der Leitung der Grundschule Sindlbach beauftragt. Im selben Jahr wurde Sindlbach offiziell in die Großgemeinde Berg eingegliedert. In den folgenden Jahren wurden notwendige Anschaffungen und Instandsetzungen durchgeführt. So wurde im August 1986 eine Elektroheizung installiert.

Die Frage um den Erhalt der zweiten Schule in der Gemeinde Berg spitzte sich erneut zu. Während der Amtszeit von Bürgermeister Lorenz Walk wurden die beiden Schulhäuser zum derzeit bestehenden Gebäudeensemble erweitert.

Die Einweihungsfeierlichkeiten leitete bereits der neue Schulleiter Josef Frankerl. Ab 1993 war Karl Islinger Schulleiter und seit September 1995 leitet August Graf die Schule.

Bis 1997 wurden die 50 Schüler in zwei jahrgangskombinierten Klassen unterrichtet. Unter Anleitung der Elternbeiräte Elisabeth Kienlein und Josef Sendlbeck wurden in einer „Ferienaktion” vier Klassenzimmer ausgebaut und der Pausenhof erweitert. So konnten ab dem Schuljahr 1997/98 in Sindlbach vier Jahrgangsklassen unterrichtet werden. Dazu wurden in den ersten Jahren Schüler aus dem Sprengel der Volksschule Berg zugewiesen. 2004 wurde der Sprengel der Sindlbacher Schule auf die Orte der Altgemeinde Stöckelsberg erweitert, so dass eine Anzahl von über 100 Schülern nachhaltig gesichert ist.

Quelle: Josef Breinl: „Chronik der Großgemeinde Berg”, 1996